Fremdwörterglossar Medizin
A
abdominell
den Unterleib betreffend.
Abszeß
Eitergeschwür; Ansammlung von Eiter in einem nicht vorgebildeten,
sondern durch Gewebeeinschmelzung entstandenen, allseitig abgeschlossenen
Gewebshohlraum.
Adynamie
Schwäche, Kraftlosigkeit
Aktinomykose
sog. Strahlenpilzkrankheit.
Albumine
in der Leber synthetisierte, gut wasserlösliche globuläre
Proteine mit einem hohen Gehalt an schwefelhaltigen Aminosäuren, machen als
Serumalbumin ca. 52-62% des Gesamteiweißes im Blutplasma aus.
Albuminurie
Ausscheidung von Albumin im Urin. Referenzbereich: < 20 mg / 24 Std.
Anamnese
Vorgeschichte von Pat.; die Eigenanamnese beruht auf Angaben des Pat.
selbst; eine Fremdanamnese wird von anderen Personen (Verwandte,
Unfallzeugen) erhoben.
Anämie
Blutarmut.
Angina
Verengung.
Angina lacunaris
Mandelentzündung.
Anhidrose
fehlende Schweißsekretion.
Anisokorie
seitendifferente Weite der Pupillen (Pupillendifferenz > 1 mm).
Ankylostomiasis
Hakenwurmkrankheit durch Befall des Dünndarms.
Anorexie
Appetitlosigkeit; Herabsetzung des Triebes zur Nahrungsaufnahme.
Anosmie
völlige Aufhebung des Geruchsvermögens.
Apathie
Teilnahmslosigkeit, Leidenschaftslosigkeit.
Aphonie
Stimmlosigkeit.
Apnoe
Atemstillstand, Atemlaehmung
Appendizitis
Entzündung des Wurmfortsatzes.
Arthritis
Gelenkentzündung
Ätiologie
Lehre von den Krankheitsursachen.
Auskultation
Abhorchen der im Körper entstehenden Schallzeichen meist mit einem Stetoskop.
B
Bakteriurie
Anwesenheit von Bakterien im Urin; wird bei Keimzahlen ab 100.000/ml als
signifikante Bakteriurie bezeichnet.
Biopsie
Entnahme einer Gewebeprobe am Lebenden durch Punktion einer
Hohlnadel unter Anwendung spezieller Instrumente.
BKS
Abk. für Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit.
Bradykardie
langsame Schlagfolge des Herzens (unter 60 / min).
Bronchien
siehe Bronchus.
Bronchitis
Entzündung der Bronchialschleimhaut
Formen
- akute Bronchitis
- Ursachen
- Erkältung, Inf. mit Adeno-, Myxo-, Echo-, Rinoviren; meist erst im
weiteren Verlauf befallen mit Bakterien (Strebtokokken), chem. Reize, ferner
zusammen mit anderen Infektionskrankheiten (Masern, Grippe).
- Klinik
- Husten, Auswurf (zuerst schleimig, zäh, glasig, Sputum crudum,
später schleimig-eitrig), Brustschmerz, leichte Temperaturerhöhung;
objektiv: diffuse, trockene Rasselgeräusche, Schnurren, Pfeifen,
Giemen;
bei reichlicher Sekretion feuchte, nicht klingende Rasselgeräusche.
- verschiedene Sonderformen
- chronische Bronchitis
- Definition der WHO
- Husten mit Auswurf an den meisten Tagen von mindestens je drei
Monaten zweier aufeinanderfolgender Jahre.
- Klinik
- zunehmender Husten und Auswurf, der sich eitrig verändert, verstärtkte
Atemnot. Auskultatorisch neben Rasselgeräuschen und Brummen häufig
Giemen und Pfeifen als Hinweis auf Exazerbation der chronischen Bronchitis
mit Brochospasmus.
Bronchus
Ast der Luftröhre.
C
Candida
(von lat. glänzend weiß)
Gattungsbegriff für Sproßpilze der fungi imperfecti.
CRP
CRP
Abkürzung für cAMP-Rezeptorprotein; positiv regulierender
Faktor in der Transkription (RNA-Synthese) bei Bakterien.
D
Dermatom
Hautabschnitt.
Dermographismus
Hautschrift. Nach mechan. Reizung der Haut auftretende sichtbare
Hautreaktion.
Diathese, hämorrhagische
Neigung zu Blutungen. Sammelbezeichnung
für Krankheitszustände, die durch eine Blutungsneigung bzw. das Auftreten
spontaner, schwer stillbarer Blutungen gekennzeichnet sind.
druckdolent
druckschmerzhaft, druckschmerzempfindlich.
Dyspepsie
leichte Verlaufsform einer akuten Ernährungsstörung im
Säuglingsalter.
Dyspnoe
Mit subjektiver Atemnot einhergehende Erschwerung der Atemtätigkeit; i. d. R.
mit sichtbar verstärkter Atemarbeit.
Dysurie
erschwerte, schmerzhafte Harnentleerung.
E
Effloreszenzen
sog. Hautblüten; Formen pathologischer Hautveränderungen.
Enanthem
(gr. hervorsprießen, blühen)
entzündliche Veränderungen im Bereich der Schleimhäute.
Enteritis
akute bis subakute Darmentzündung.
Enzephalitis
Entzündung des Gehirns.
Klinik
v. a. plötzlich einsetzendes, hohes Fieber, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen,
evtl. meningeales Syndrom,
Bewußtseinsstörungen, psychische Störungen im
Sinne einer Psychose. Im weiteren Verlauf evtl. Zeichen der
Hirndrucksteigerung.
Diagnose
Lumbalpunktion zur Liquordiagnostik
(meist starke Pleozytose); im Blut
Neutrophilie und
Leukozytose; EEG (Allgemeinveränderungen);
Kernspinresonanztomographie (evtl. frühzeitiger Nachweis eines Hirnödems)
Epigastrium
Magengrube.
Epithel(-gewebe)
geschlossener ein- oder mehrschichtiger Zellverband, der innere oder
äußere Körperoberflächen bedeckt.
Erythrozyturie
siehe Hämaturie.
Exanthem
entzündliche Hautveränderung auf großen Bereichen der
äußeren Haut mit einem bestimmten zeitlichen Ablauf (Beginn, Höhepunkt,
Ende), wärenddessen verschiedene
Effloreszenzen hervortreten können.
F
Fazialislähmung, periphere
Fazialislähmung, zentrale
Störung der mimischen Muskulatur, v. a. im Mundbereich.
Fettstuhl
siehe Steatorrhoe.
Fibrose
häufig auch als Sklerose bezeichnete Vermehrung des Bindegewebes.
Fieber, intermittierendes
intermittierendes Fieber steigt rasch an, fällt innerhalb von
24 Stunden auf normale Temperaturen und steigt erneut an.
Fissur
Spalte, Furche; z. B. als radiärer, meist tiefer, schmerzhafter
Haut-, Schleimhauteinriß im Bereich des Analkanals.
Fistel
Röhrenförmige Verbindung zwischen Körperhöhlen bzw.
Hohlorganen untereinander (innere F.) oder der Körperoberfläche
(äußere Fistel).
Flockenlesen
siehe Krozidismus.
fötid
übelriechend, stinkend.
G
Gehirnhautentzündung
siehe Meningitis.
Genese
Erzeugung, Entstehung.
Giemen
siehe Rasselgeräusche.
Glandula
Drüse.
Glykoproteine
Eweiße, die einen Kohlenhydratanteil über 5% gebunden enthalten.
Granulozyten
Zu den Leukozyten gehörende Zellen.
Granulozytopenie
Verminderung der Granulozyten im Blut.
Granulozytose
Vermehrung der Granulozyten im Blut (?).
H
Hämaturie
path. Ausscheidung von Erythrozyten im Urin.
Hämorrhagie
Blutung.
Hypästhesie
Herabgesetzte Empfindung von Berührungsreizen.
Hepatomegalie
Lebervergrößerung.
Hepatosplenomegalie
Leber- und Milzvergrößerung.
humoral
die Körperflüssigkeiten betreffend.
Hyperaemie
Blutüberfüllung eines Organs; Blutreichtum.
Hyperreflexie
meist in einer verbreiterten Reflexzone auslösbare gesteigerte Reflexe durch Ausfall
hemmender Einflüsse.
Hyporeflexie
s. o., nur verringerte Reflexe
Hypotonie
Druck-, Spannungs- bzw. Tonuserniedrigung; meist bei Blutdruck.
I
Immunglobulin
Glykoproteine mit gemeinsamer Grundstruktur, die nach Kontakt des
Organismus mit einem Antigen gebildet werden und als Antikörper in
Serum, Gewebsflüssigkeiten und Körpersekreten für die
humorale
Immunität bedeutsam sind.
Inkubationszeit
Zeit zwischen der Ansteckung (Eindringen des Krankheitserregers in
den Körper) bis zum Auftreten der ersten Krankheitserscheinungen.
inspiratorisch
das Einatmen betreffend.
Insuffizienz
Schwäche, ungenügende Leistung eines Organs oder -systems.
interstitiell
im Zwischengewebe liegend
Interstitium
Zwischenraum; der zwischen den organtypischen Parenchymkomplexen
liegende Raum, der Bindegewebe, Gefäße und Nerven enthält.
Invagination
Einstülpung eines Darmabschnittes in einen anderen.
K
Kandida
siehe Candida.
Katarrh
(katarrhalische Entzündung, Virusinfektion)
Sonderform der serösen Entzündung an Schleimhäuten mit Beimengung
von viel Schleim und abgestoßenen Epithelien.
Kehlkopfentzündung
siehe *&Laryngitis*.
klonisch
schüttelnd
kollateral
seitlich, auf derselben Seite des Körpers befindlich, benachbart.
Kolik
krampfartige Leibschmerzen; schmerzhaftes Zusammenziehen eines
Hohlorgans.
Kolitis
Dickdarmentzündung.
Kolorit
Hautpigmentierung, Hautfarbe
konfluierend
zusammenfließend.
Konjunktivitis
Augenbindehautenzündung.
konjuktival
die Bindehaut betreffend.
Koplik(-Flecken)
Effloreszenzen
der Wangenschleimhaut im
Prodromalstadium von Masern.
Krozidismus
ruhelose Fingerbewegung in der Luft oder auf der Bettdecke.
Krypten
1. die verborgenen Gruben an der Tonsillenoberfläche, worin sich
Bakterien ansiedeln können.
(2. Lieberkühn-Drüsen)
kutan
die Haut betreffend.
Kutis
Haut
L
Laryngitis
Kehlkopfentzündung, evtl. in Verbindung mit einer
Pharyngitis; häufig
in Zusammenhang mit Erkrankungen der oberen Luftwege, z. B.
Erkältungskrankheiten;
Symptome:
Schmerzen, Heiserkeit, Fieber, Aphonie;
Diagnose:
in der Laryngoskopie gerötete Stimmlippen.
Laryngoskopie
instrumentelle Inspektion des Kehlkopfes.
Läsion
für Schädigung, Verletzung, Störung.
Leukämie
i.d.R. unheilbare Erkr. der weißen Blutzellen weitgehend unbekannter
Herkunft.
Leukopenie
eigentlich Leukozytopenie; Verminderung der Gesamtleukozytenzahl unter 5000 / mm^3.
Leukozyten
weiße Blutkörperchen. Einteilung in Granulozyten (60-70%), Lymphozyten
(20-30%) und Monozyten (2-6%) der Blutleukozyten.
Leukozytopenie
siehe Leukopenie.
Leukozytorie
Auftreten von Leukozyten im Urin als Hinweis auf Harnweginfektion.
Leukozytose
Vermehrung der Leukozytenzahl im Blut (über 10000 / mm^3).
Linksverschiebung
Form der Kernverschiebung; reichliches Auftreten von Metamyelozyten
(stabkernigen und jugendlichen Granulozyten) im weißen Blutbild.
Liquor
Flüssigkeit (auch kurz für
Liquor cerebrospinalis).
Liquor cerebrospinalis
Gehirn-, Rückenmark-Flüssigkeit.
Lumbalpunktion
spinalpunktion;
Punktion zwischen dem 3. und 4. oder 4. und 5.
Lendenwirbeldornfortsatz mit langer Hohlnadel.
Lungenentzündung
siehe Pneumonie
Lymphadenitis
Lymphknotenentzündung.
M
Macula
Fleck, Primäreffloreszenz der Haut, die durch abweichende Farbe
gekennzeichnet ist.
meningeales Syndrom
siehe Syndeom, meningeales.
Meningen
Hirn- bzw. Rückenmarkhäute
Meningitis
Hirnhautentzündung, bzw. Entzündung der Rückenmarkhäute (M. spinalis),
meist kombiniert (M. cerebrospinalis); meldepflichtige Erkrankung.
Formen
- bakterielle M.
- eitrige M.
mit Eiteransammlung v. a. über den Großhirnhemisphären;
Erreger: Meningokokken, Pneumokokken, Salmonellen usw.
Die Infektion kann u. a. durch Fortleitung von eitrigen Prozessen im
Kopfbereich
(Sinusitis, Otitis) erfolgen.
- nichteitrige M.
meist als sog. Begleitmeningitis, i. R. von infektiösen
Allgemeinerkrankungen (z. B. Tuberkulose)
- abakterielle M.
allg. Symptome
meningeales Syndrom,
Fieber, Kopfschmerzen, evtl. Bewußtseinsstörungen,
Krämpfe,
Stauungspapille;
beim Neugeborenen oft nur unspezifische Symptome.
Diagnose
Lumbalpunktion zur
Liquordiagnostik und zum Erregernachweis im
Liquor; bei
bakterieller M. häufig starke
Pleozytose.
Meningoenzephalitis
auf das Gehirn übergreifende
Meningitis.
Meningomyeloenzephalitis
Rückenmarkshautentzündung (?)
Metastase
als Folge der Verschleppung best. Faktoren aus einem lokalen
(primären) Krankheitsprozeß an anderer Stelle im Organismus
enstandener sek. Krankheitsherd (Absiedlung).
Mikrofilarien
Erstes Larvenstadium der Filarien (Schlauch- oder Fadenwürmer)
in Blut oder Haut.
miliar
hirsekorngroß, hirsekornähnlich.
Molaren
Mahlzähne.
Monozyten
zu den Leukozyten
gehörende größte mononukleäre Zellen im Blut.
Morbilli
Masern.
mukokutan
die Schleimhaut betreffend (?).
multipel
vielfach.
N
neutrophil
besonders durch neutrale Farbstoffe anfärbbar.
Neutrophilie
vermehrtes Auftreten von
neutrophilen
Granulozyten
im Blut meistens mit
Vorliegen einer Linksverschiebung.
O
Ödem
(gr. Geschwulst, Schwellung) schmerzlose, nicht gerötete
Schwellung infektiöser Ansammlung wässirger Flüssigkeit in den Gewebsspalten
z.B. der Haut und Schleimhäute.
okzipital
am Hinterkopf (?).
Ösophagus
Speiseröhre.
Osteomyelitis
Knochenmarkentzündung, meist mit Knochenentzündung.
Ostitis
Knochenentzündung.
Otitis
Ohrenentzündung.
Otitis media
Entzündung des Mittelohrs.
Klinik
Fieber, Ohrenschmerzen, evtl. Ohrengeräusche, Schwerhörigkeit,
druckschmerzhafter Prozessus mastoideus; im Säuglings- und Kindesalter
stehen häufig umspezifische Symptome wie
Dyspepsie mit Erbrechen und
Gedeihstörungen und evtl. Zeichen eines
meningealen Syndroms
im Vordergrund.
Diagnose
in der Otoskopie;
anfangs gerötetes und entdifferenziertes Trommelfell mit
pathol. Trommelfellreflex.
Otoskopie
direkte Untersuchung des äußeren Gehörgangs und des Trommelfells mittels
Ohrtrichter oder Otoskop.
P
Pandemie
Ausbreitung einer Infektionskrankheit über Länder und Kontinente.
Papel
Primäreffloreszenz;
bis erbsengroßes Knötchen.
papulös
warzenartig.
Papilla
warzenartige Erhebung.
Parenchym
die speziellen Zellen eines Organs, die dessen Funktion bedingen.
Parese
inkomplette Lähmung
Parotis
Ohrspeicheldrüse
pathogen
krankheitserregend, krankmachend
pathognomisch
für eine Krankheit kennzeichnend
pathologisch
krankhaft
Perforation
Durchbruch, Durchbohren, Eröffnung einer geschlossenen Körperhöhle
oder -struktur, meist eines Hohlorganes.
Peri-
Wortteil mit der Bedeutung um...herum, in der Umgebung von überschreitend, übermäßig.
Petechien
kleinste punktförmiger Haut- oder Schleimhautblutungen (Kapilarblutung)
Pharyngitis
Entzündung im Rachenbereich.
Pigmente
Farbstoffe im Körper.
Pleozytose
erhöhte Zellenzahl; i. e. S. im
Liquor cerebrospinalis.
Pleura
Brustfell.
Pleuritis tubercolosa
Brustfelltuberkulose.
Pneumonie
Entzündung des Lungenparenchyms unterschiedl. Ursache, meist mit
infektiöser Genese.
Klinik
Meist akuter Beginn mit Schüttelfrost, gefolgt von schnellem Temperaturanstieg (39-40 °C),
Tachykardie, Tachypnoe, inspiratorisches Nachschleppen
der betroffenen Thoraxseite bei insgesamt oberfl"achiger Atmung, evtl. Nasenflügelatmen
(heftige Bewegungen der Nasenflügel), bei ausgedehntem Prozess Zyanose, meist starker
Hustenreiz und zunächst uncharakteristischer Auswurf, vom zweiten Tag an häufig typisch rostbraun
mit Blutbeimengungen; das Allgemeinbefinden ist meist deutlich beeinträchtigt; die Patienten
schwitzen stark, häufig tritt ein herpes labialis auf; bei Kindern verlaufen P. häufig mit
heftigem Erbrechen, Krämpfen und Zeichen eines meningealen Syndroms,
oft werden von der Pleura ausgehende Schmerzen in den Unterbauch lokalisiert.
Diagnose
röntg. Nachweis eines pulmonalen Infiltrats; im Blutbild häufig
Leukozytose mit Linksverschiebung; außerdem stark beschleunigte BKS; der Erregernachweis
erfolgt mikrobiologisch (Sputum, LungenBiopsie).
Prodrom
(gr. Vorläufer) Vorzeichen, Frühsymptom.
Protozoen
Urtierchen, tierische Einzeller.
Psychose
Geisteskrankheit; allg. Bezeichnung für psych. Störungen mit strukturellem
Wandel des Erlebens.
Ptosis
Herabhängen des Oberlides durch Lähmung des M. levator palpebrae superioris.
Pulmo
Lunge.
pulmonal
zur Lunge gehörend.
Pyelonephritis
bakterielle Entzündung des Niereninterstitiums.
Klinik
Die akute PN ist durch Fieber, evtl. Schüttelfrost und entlang dem Harnleiterverlauf in die Genitalgegend
ausstrahlende Schmerzen in einer oder beiden Flanken gekennzeichnet; häufig Abgeschlagenheit und Durstgefühl;
unter Umständen übelkeit, Erbrechen.
Diagnose
Urin mittels Teststreifen klinischer Harnuntersuchung; Nachweis einer signifikanten Bakteriurie;
bakteriologische Bestimmung von Keimart und -zahl; Ultraschalldiagnostik zum Nachweis einer Harnstauchung;
Beurteilung von Formabweichungen der Nieren; Röntgendiagnostik; Nierendiagnostik.
Pylorusstenose
Einengung des Magenausgangs.
Pyurie
sog. Eiterharn; Eiterbeimischung zum Harn mit makroskopischer
schlieriger Trübung bei eitrigen Entzündungen im Bereich des
Urugenitaltrakts.
R
Rasselgeräsche
Durch Auskultation feststellbare Atmungsgeräusche,
die durch ödem, Spasmus und andere Faktoren im Bereich der Bronchien entstehen.
respiratorisch
die Atmung betreffend.
respiratorische Insuffizienz
Atemnot mit Störung des pulmonalen Gasaustausches.
Rheumatismus
veraltete, ungenaue Bezeichnung für Beschwerden am Bewegungsapparat
mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen.
Rhinitis
Schnupfen (oberflächiger Katarrh der Nasenschleimhaut).
Rhinoskopie
instrumentelle Untersuchung der Nasenhöhle.
S
Sekret
Absonderungsprodukt.
Sekundärinfektion
Infektion eines bereits von einem (Mikro-)Parasiten
befallenen Organismus, wobei dem zweiten Erreger der Weg der
Ansiedlungsmöglichkeit durch den ersten vorbereitet wurde.
sensomotorisch
Sinne und Bewegungsapparat betreffend.
Sepsis
sog. Blutvergiftung; Allgemeininfektion mit Krankheitserscheinungen, die
inf. konstanter od. periodischer Aussaat von Mikroorganismen (Bakterien,
Pilze) von einem Herd aus in die Blutbahn auftreten.
Klinik
Das klinische Bild ist typischerweise durch hohes, intermittierendes
Fieber gekennzeichnet: bei Kleinkindern treten manchmal
Krampfanfälle (Fieberkrämpfe), bei Erwachsenen Schüttelfrost.
Das Allgemeinbefinden der Pat. ist deutlich beeinträchtigt: Häufig
grau-blasses Hautkolorit, auf der Haut
petechiale Blutungen, gelegentlich
Exantheme,
im weiteren Verlauf Milz- und Lebervergrößerungen, sowie
infektiös-toxische Schädigungen an inneren Organen (Herz, Niere):
septische
Metastasen können eine
Meningitis oder einen
HirnAbszeß,
Lungenabszeß, eine
Arthritis oder
Osteomyelitis hervorrufen. Bei
Säuglingen können alle typischen Sepsiszeichen und sogar das Fieber
fehlen.
Diagnose
Abnahme mehrerer Blutkulturen zur Erregeridentifizierung mit
Resistenzbestimmung, sind unbedingt vor Beginn der Antibiotikatherapie
abzunehmen; im Blutbild anfangs auffällige
Granulozytose mit starker
Linksverschiebung,
ohne daß die GesamtLeukozytenzahl
schon erhöht zu sein
braucht, nach einigen Stunden bis Tagen
Leukozytose mit toxisch granulierten
Leukozyten,
nachfolgend Entw. einer
Anämie.
Für die BKS gilt ebenfalls
eine in wenigen Stunden zunehmende Tendenz.
serös
1. auf Serum bezogen;
2. vorwiegend oder ganz aus Serum bestehend, z. B. Ergüsse,
Wundsekretion
Serum
wässriger, leicht gelb gefärbter Bestandteil des Blutes;
ungerinnbar.
Sinus
Vertiefung, Höhle.
Sinusitis
Entzündung eines Sinus;
i. e. S. akute oder chronische Entzündung der
Nasennebenhöhlen.
Klinik
allg. Abgeschlagenheit, Gesichts- und Kopfschmerzen, (einseitige) Behinderung
der Nasenatmung; die chronische S. verläuft symptomarm.
Diagnose
Rhinoskopie,
Ultraschalldiagnostik, Röntgen,
Sinuskopie,
Probepunktion und
bakterielle Untersuchung des Sekrets.
Sinuskopie
endoskopische Untersuchung der Nasennebenhöhlen, v. a. der Kieferhöhlen,
auch der Stirn- und Keilbeinhöhlen.
Somnolenz
Schläfrigkeit.
Spasmus
Krampf; unwillkürliche Muskelkontraktion.
spinal
zur Wirbelsäule, zum Rückenmark gehörend.
Splenomegalie
Milzschwellung, sog. Milztumor: Vergrößerung der Milz.
Sputum
Auswurf, Expektoration; expektoriertes
Bronchialsekret.
Stauungspapille
diagn. wichtige Veränderung des Augenhintergrunds, gekennzeichnet durch
Schwellung, knopfförmige Verwölbung und glasige Trübung der Sehnervenpapille
mit Verlust ihrer scharfen Begrenzung.
Steatorrhoe
Stuhlfettausscheidung (über 7 g / Tag) als Folge eines
Mißverhältnisses zwischen oraler Fettaufnahme und Fettverdauung.
Strabismus
Schielen, Abweichen der Augenachsen von der Normalstellung.
Stridor
pfeifendes Atemgeräusch bei Verengung oder Verlegung der oberen
Luftwege.
Syndrom, meningeales
Kombination von Symptomen, die durch eine Erkrankung der
Meningen verursacht
wird, insbesondere Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, vegetative Störungen
(Bradykardie, Erbrechen) usw.
Szintigraphie
nuklearmed. bildgebendes Verfahren unter Verwendung möglichst
kurzlebiger Radionuklide bzw. Radiopharmaka, die sich in den
zu untersuchenden Organen oder Geweben (Tumor) entweder relativ
selektiv anreichern oder nicht gespeichert werden.
T
Tachykardie
Steigerung der Herzfrequenz über 100/min.
Tachypnoe
beschleunigtes Atmen; in schweren Fällen bis zu 100 Atemzüge pro Minute.
Ursachen
erhöhter Sauerstoffbedarf (Fieber, körperl. Belastung) oder erniedrigtes Sauerstoffangebot.
Thorax
Brustkorb.
Thrombozyten
sog. Blutplättchen.
Thrombozytose
sog. reaktive vorübergehende Vermehrung der
Thrombozytenzahl im
Blut (i. a. nicht über 1 Million / mm^3).
tonisch
den Tonus betreffend.
Tonsillen
Mandeln.
Tonus
Spannungszustand.
Trachea
Luftröhre
U
urogenital
Harn- und Geschlechtsorgane betreffend.
Uvula
Zäpfchen am Gaumen.
V
Varizellen
Windpocken.
viszeral
die Eingeweide betreffend.
Vulvovaginitis
akute oder chronische Entzündung von Vulva und Vagina.
Vulvovaginitis herpetica
durch Inf. mit Herpes genitales hervorgerufene
Vulvovaginitis,
mit gruppiert stehenden Bläschen und Erosion an Vulva, Vagina und Portio.
Z
zentripetal
zum Zentrum hinführend.
zervikal
Hals- und Nackengegend betreffend.
Zyanose
Blau-rote Färbung von Haut und Schleimhäuten, in Folge Abnahme des Sauerstoffgehaltes im Blut.
Zystizerkose
Befall des Menschen mit Larven des Schweinebandwurms.