Claus Zinn, 17. Februar 1995
Zeit und Ort: Fr. 8.30-11 Uhr K1, Uebung n.V.
Anrechenbare Stundenzahl: 3+1
Wahlpflichtveranstaltung im Fach Informatik
Die Veranstaltung hat eine Heranführung an die zentralen Themen der Künstlichen Intelligenz (KI) zum Ziel. Die Vorlesung besteht aus vier Teilen:
Sie soll insbesondere Studenten ansprechen, die vorhaben, KI als Hauptfach zu studieren.
Empfohlene Literatur:
Zeit und Ort: n.V.
Anrechenbare Stundenzahl: 2
Das Seminar ``Autorensysteme für Hypermedia'' befaßt sich mit den Problemen der Gestaltung von Hypermediaanwendungen und den technischen Hilfsmitteln die zu ihrer Lösung angeboten werden. Hierzu werden in einer Einführung die grundlegenden Begriffe anhand einiger beispielhafter Anwendungen erläutert. Danach werden am Markt existierende Systeme untersucht, wobei die gebotenen Werkzeuge zur Erstellung (Authoring Tools) immer im Vordergrund der Analyse stehen. Ein Schema zur Klassifikation solcher Systeme soll erarbeitet und diskutiert werden. Abschließend werden Fragen des Entwurfs von Benutzeroberflächen erörtert.
Es werden folgende Systeme behandelt: HyperCard, ToolBook, NoteCards, Macromedia Director, ScriptX, MediaMogul für CD-I, Authorware Professional und WWW/HTML.
Für Hörer aller Fakultäten geeignet.
Empfohlene Literatur:
Zeit und Ort: Vorl: Do. 17-18 H6 und Fr. 11-13 Uhr K1, Uebung n.V.
Anrechenbare Stundenzahl: 3+2
Inhalt:
Geeignet für Hauptstudium ab 5. Semester
Voraussetzung: ---
Scheinerwerb durch: Mitarbeit in den Übungen
Empfohlene Literatur:
Zeit und Ort: Di. 14-16 Uhr H5 und Mi. 12-14 Uhr H9, Uebung n.V.
Anrechenbare Stundenzahl: 4+1
Expertensysteme sind wissensbasierte Systeme für verschiedenste Anwendungen. In der Vorlesung wird besprochen, wie diese Systeme aufzubauen sind, wie sie funktionieren, für welche Art von Anwendungen sie Sinn machen, und wie man sie in die konventionelle EDV einbindet.
Empfohlene Literatur:
Weitere Informationen zur Vorlesung finden Sie hier
Zeit und Ort: Do. 16-18 Uhr H4
Anrechenbare Stundenzahl: 2
Beginn: am 11.05.95
Neuronale Netze (genauer "künstliche" Neuronale Netze) sind biologisch inspirierte Verfahren zur Informationsverarbeitung. Typisch f r Neuronale Netze ist ihre Lernfähigkeit, wodurch z.B. anhand von Trainingsbeispielen die Steuerung von Prozessen oder die Klassifikation von Daten "erlernt" wird, ohne daß eine mathematische Beschreibung des Prozesses erforderlich ist. Im ersten Teil dieser Vorlesung werden biologische und künstliche Neuronale Netze gegenübergestellt, die wichtigsten Modelle, Architekturen und Lernalgorithmen für künstliche Neuronale Netze vorgestellt und die Anwendungsmüglichkeiten im Bereich der Mustererkennung (z.B. Kreditwürdigkeitsprüfung) und der Steuerung und Regelung (Robotik, Walzstrassen etc.) beschrieben.
Fuzzy Logik ist eine Methode, um unscharfes Expertenwissen mit Computern zu verarbeiten. Im zweiten Teil der Vorlesung werden die Grundlagen der Fuzzy Logik, die Fuzzy Mengentheorie, vorgestellt und insbesondere das unscharfe Schliessen mit fuzzy "wenn-dann" Regeln behandelt. Hauptanwendungsgebiet der Fuzzy Logik ist die unscharfe Regelung (Fuzzy Control), die ausführlich anhand von aktuellen Projektbeispielen (z.B. Abstandsregelung im Strassenverkehr) erürtert wird. Dabei werden auch die aktuellen Fuzzy Tools zur Entwicklung von Fuzzy Logik Anwendungen vorgestellt.
Ziel der Vorlesung ist es, einen ersten Überblick über die beiden unterschiedlichen aber verwandten Gebiete Neuronale Netze und Fuzzy Logik zu geben. Dabei sollen die grundlegenden Zusammenhaenge möglichst anschaulich mit Hilfe von Simulationen und Visualisierungstechniken vermittelt werden.
Zeit und Ort: n.V., Seminarraum Tennenlohe
Anrechenbare Stundenzahl: 2 für Prüfungsfächer Künstliche Intelligenz und Computerlinguistik (Linguistische Informatik)
Searle hat in seinem Buch ``Die Wiederentdeckung des Geistes'' seine neueren Arbeiten zur Sprachphilosophie, Philosophie des Geistes und Kritik der Künstlichen Intelligenz (KI) zusammengefaßt. Searle führt in der Einleitung aus: ``Ich möpchte die beider Untersuchung des Geistes vorherrschenden Traditionen kritisieren --- und zwar die `materialistische', als auch die `dualistische'. Bewußtsein ist meines Erachtens das zentrale geistige Phänomen; deshalb möchte ich eine Untersuchung is Gang setzen, die das Bewußtsein aus sich heraus --- als das, was es selbst ist --- begreift. In den Sarg der Theorie vom Geist als einem Computerprogramm möchte ich den letzten Nagel schlagen...'' Im Seminar soll das Buch systematisch durchgearbeitet, die zentralen Thesen kritisch durchleuchtet und ihre Konsequenzen für Machbarkeit und Grenzen einer Operationalisierung kognitiver Funktionen --- und damit auch des Sprachvermögens --- diskutiert werden.
Geeignet für Hauptstudium ab 5. Semester sowie insbesondere für Compterlinguisten
Voraussetzung: Grundkenntnisse in Computerlinguistik bzw. Linguistik
Scheinerwerb durch: Referat und Ausarbeitung
Empfohlene Literatur:
(C. Beckstein, C. Zinn)
Zeit und Ort: n.V., SR KI, Tennenlohe
Anrechenbare Stundenzahl: 2
Im Rahmen des Projekts Fermat wird an einer integrierten Arbeitsumgebung fuer Mathematiker gearbeitet. Das System Fermat wird die folgenden Komponenten enthalten:
Zur Realisierung dieser Komponenten ist es erforderlich, die Arbeitsweise von Mathematikern zu analysieren. Welche Interessen und Ziele haben Mathematiker? Wie kann man mathematische Aktivitaeten beschreiben? Welche Rolle spielt der formale mathematische Beweis, welche Rolle die Anschauung im mathematischen Denken? Wie kommunizieren Mathematiker ihre Ergebnisse? Wie sieht ein geeigneter Repraesentationsformalismus fuer mathematisches Wissens aus? Einige dieser Fragestellungen sollen im Verlauf des Seminars behandelt werden. Zur Einarbeitung in die o.g. Problematik werden eine Reihe interessanter Artikel gelesen und diskutiert. Aus mathematischer Literatur entnommene Saetze und Beweise sollen analysiert und (weiter) formalisiert werden. Den Teilnehmern wird die Gelegenheit geboten, mit ausgewaehlten Systemen (Systemen zur Repraesentation mathematischen Wissens und Systemen zum Beweis/zur Beweispruefung mathematischer Aussagen) zu arbeiten.
Geeignet fuer Hauptstudium ab 5. Semester
Die Veranstaltung richtet sich ueberwiegend an Studierende mit Vertiefungsfach KI
Scheinerwerb: durch Vortrag und Ausarbeitung
Vorbesprechung war am Do, den 23/02/95 um 12:30 im Raum 0.0152
Zeit und Ort: Mo.14-16 Uhr, SR KI, Tennenlohe
Anrechenbare Stundenzahl: keine
Im Kolloquium werden laufende und abgeschlossene Studien- und Diplomarbeiten und Dissertationen aus der KI vorgestellt
Voraussetzung: KI als Vertiefungs- oder Prüfungsfach
Zeit und Ort: Aufseß (Wochenendseminar)
Anrechenbare Stundenzahl: 2
Die heutige Gesellschaft ist mit einer Flut von zu verarbeitenden Informationen konfrontiert. Dieser Prozeß muß in einem ``Informationsdefizit durch Datenüberfluß'' gipfeln, da der Mensch mit der zweckorientierten Auswertung der Daten überfordert ist. Bisher fehlt eine adäquate Orientierung an den Bedürfnissen des Informationsempfängers.
Es soll die Frage erörtert werden, wie Domäne und Empfänger modelliert sowie Informationen strukturiert werden können, um eine empfängerorientierte Filterung und Präsentation zu gewährleisten. Ferner sollen unterschiedliche Methoden des Information Filtering (Dokumentenfilterung) und des Data Mining (Entdeckung von Wissen in Datenbanken) vorgestellt werden.
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