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Organisation der Vorlesung und
der Übungen
Inhalt der Vorlesung und Literatur
(Buch von Savage)
Folien zur Vorlesung
ergänzende Texte zu speziellen
Themen der Vorlesung
Varia
Literaturhinweis (neu, Mai 99)
Kontakt
Zum letzten Teil der Vorlesung (Komplexitätsklassen)
stelle ich Kopien meiner Folien hier zur Verfügung.
Derzeitig verfügbare Texte:
Komplexität (latex)
und Komplexität (postscript)
Reduktionen (latex)
und Reduktionen (postscript)
Vollständigkeit
(latex) und Vollständigkeit
(postscript)
Savitch (latex)
und Savitch (postscript)
Illustration (postscript)
zum Algorithmus von Savitch
Reachability
(latex) und Reachability
(postscript)
Immerman-Sz. (latex)
und Immerman-Sz. (Postscript)
Polynome (latex)
und Polynome (postscript)
P-Vollständigkeit
(latex) und P-Vollständigkeit
(postscript)
Resolution und
2-SAT (latex) und Resolution
und 2-SAT (postscript)
PSPACE-Vollständigkeit
(latex) und PSPACE-Vollständigkeit
(postscript)
Zum Beweis der PSPACE-Vollständigkeit: QSAT
(latex) und QSAT (postscript)
Ergänzende Texte zu Themen der Vorlesung:
Zu früheren Durchgängen der Vorlesung existieren zahlreiche Notizen (Teil-Skripten) in Form von latex- und postscript-Dateien. Ich werde sie an dieser Stelle anbieten, sobald sich von dem jetzigen Gang der Vorlesung her anbietet.
Grundbegriffe zum Thema: Problem, Algorithmus, Komplexität( latex und postscript )
Grundbegriffe zum Thema: asymptotische Notation ( latex und postscript)
Zum Thema: divide-and-conquer Algorithmen (siehe weiter unten)
Zum Thema: Schnelle Fourier Transformation (siehe weiter unten)
Zum Thema: Schnelle Multiplikation grosser
Zahlen (siehe weiter unten)
(mit Nachtrag: Vergleich der Effizienz verschiedener
Multiplikationsalgorithmen)
Zum Thema: Die Zahl Pi (siehe weiter unten)
Zum Thema: Polynomgleichungen und Hilberts 10. Problem
Polynome (latex)
und Polynome (postscript)
Zum Thema: Primzahlen und Komplexität (siehe weiter unten)
Zum Thema: Quicksort ( latex
und postscript )
Ich habe in der Vorlesung wiederholt erwähnt, dass
das Problem der Erkennung von Primzahlen sowohl in der Klasse co-NP liegt
(klar: für die Zusammengesetzheit von Zahlen gibt es Zeugen: die Faktoren
einer Produktzerlegung) als auch in der Klasse NP. Letzteres ist garnicht
offensichtlich: wie sollten Zeugen für die Nicht-Zerlegbarkeit denn
aussehen? Tatsächlich hilft die Zahlentheorie in der Gestalt des "kleinen
Satzes von Fermat" und Verschärfungen davon, die die Primzahlen durch
das Vorhandensein gewisser "primitiver Elemente" charakterisieren. Die
Aussage "Primes in NP" wurde 1975 von V. Pratt bewiesen ( Every Prime
has a Succinct Certificate). Hierzu gibt es einen ausführlicheren
Text in latex und postscript
sowie die Kopie von Folien (=Kurzfassung), ebenfalls in latex
und postscript . Die eingangs erwähnte
Tatsache spricht nach Meinung vieler Experten dagegen, dass das Problem
PRIMES NP-vollständig ist: wäre dies nämlich doch der Fall,
so hätte es die Aussage "NP=co-NP" zur Folge.
In der Vorlesung habe ich erwähnt, dass das derzeit schnellste bekannte Multiplikationsverfahren für Binärzahlen von Schönhage und Strassen (1969/71) auf der Methodik der Schnellen Fourier-Transformation (FFT) beruht. Darauf wird im Verlauf der Vorlesung noch eingegangen, wenn auch die Behandlung des Multiplikationverfahrens wegen der Kompliziertheit der Methode im Rahmen dieser Vorlesung unterbleiben muss. Als Referenz, wo man alle trickreichen Details nachlesen kann, möchte ich auf ein opus magnum der hinweisen, in das jeder Informatiker mal seine Nase stecken sollte (meine Meinung):
Man hat übrigens das Verfahren von Schönhage-Strassen, das in Band 2 von TAOCP dargestellt wird, bislang für ziemlich esoterisch und unpraktikabel gehalten, weil der immense overhead für "kleine" Argumente den asymptotischen Vorteil nicht erkennen lässt. Bislang hat man deswegen in solchen Grössenordnungen, wenn es etwa um Zahlen mit einer Millon Stellen geht, mit dem Verfahren von Karatsuba oder Varianten davon gerechnet. Nun gibt es aber manische Rechner (Mathematik-Programmierer), die sich für Milliarden Stellen der Kreiszahl Pi interessieren (Rekord im Juli 1997: 51,5 Millarden Stellen). In diesen Dimensionen macht sich der Vorteil der Schönhage-Strassen-Methode nun wirklich drastisch bemerkbar - und zwar so sehr, dass viele der Publikationen, die versuchen, dem Normalverbraucher die Pi-Rekordsucht nahezubringen, auf eine (mehr oder weniger grobe) Darstellung dieser Multiplikationmethode nicht verzichten. Mehr Hinweise dazu im nächsten Punkt.
Nachtrag (30.5.99) : Vergleich der Effizienz verschiedener Multiplikationsalgorithmen
Hier finden Sie ein postscript file mit grafischen Darstellungen zum Vergleich der Effizienz verschiedener Multiplikationsalgorithmen für Zahlen und Polynome: klassische Methoden, Karatsubas Methode, sowie FFT-basierte Methoden. Diese Darstellungen stammen aus dem gerade erschienen Buch MODERN COMPUTER ALGEBRA von J. von zur Gathen und J. Gerhard (früherer Erlanger Informatik-Student!!) Das Buch ist bei Cambridge University Press erschienen.
Das Beschäftigung mit der Kreiszahl Pi ist eines der faszinierendsten Kapitel der Mathematik von den geschichtlichen Anfängen bis in die Gegenwart - und damit der Kulturgeschichte überhaupt. Ich will das hier nicht einmal ansatzweise versuchen darzustellen, sondern kann nur auf jüngst erschienene Literatur verweisen, die einen Einstieg in das Thema bietet:
Das Prinzip des Teilens und Herrschens ist ein fundamentales Prinzip der Algorithmik mit vielen speziellen Ausprägungen. Prominente Beispiele sind
Diese Thema hat in früheren Durchgängen dieser Vorlesung breiten Raum eingenommen, vor allem wurde der algebraische Hintergrund der FFT (Polynomrepräsentationen, Polynomarithmetik, modulare Arithmetik in Polynomringen) ausführlich dargestellt, dazu Motivation und Ausblicke auf Anwendungen und Variationen. Das Thema ist ungeheuer reichhaltig. Diese algebraische Seite wird diesmal etwas kurz abgehandelt, das Gewicht liegt auf dem Divide-and-Conquer-Prinzip. Zur breiteren Orientierung stelle ich ein umfangreiches Skriptum zur Verfügung, das ich zu einem früheren Durchgang der Vorlesung geschrieben habe, es ist als latex file und als postscript file hier abrufbar. Die in der Vorlesung gezeigten Folien stellen einen schlagwortartigen Auszug aus diesem Skriptum dar, die entsprechenden files finden Sie hier in latex und in postscript. Benötigt werden auch die files fft.texteiler.tex, sowie die style files für A4-Format und für kommutative Diagramme.
Literaturhinweis: Boolesche Funktionen in der Praxis
In der Vorlesung wurde kurz die Darstellung Boolescher Funktionen durch sog. "binäre Entscheidungsdiagramme" (binary decision diagrams, BDD) angesprochen. Insbesondere der Typus der geordneten Entscheidungsdiagramms (OBDD) hat in den letzten Jahren in industriellen Anwendung ein grosses Interesse gefunden. Das hat auch sich nun ganz aktuell auch auf dem Lehrbuchmarkt bemerkbar gemacht. Es liegen nunmehr bereits drei Bücher zu diesem Thema vor:
Drechsler/Becker: Graphenbasierte Funktionsdarstellung, Teubner Verlag, 1998.Eine schon "klassische" Darstellung, die das ganze Umfeld der Logiksynthese mit berücksichtigt, ist das Standardwerk
Meinel/Theobald: Algorithmen und Datenstrukturen im VLSI-Design, Springer Verlag 1998.
Molitor/Scholl: Datenstrukturen und effiziente Algorithmen für die Logiksynthese kombinatorischer Schaltungen. Teubner Verlag, 1999.
Hachtel/Somenzi: Logic Synthesis and Verification Algorithms, Kluwer 1996/1998.
Ich bin per email erreichbar unter: strehl@immd8.informatik.uni-erlangen.de
oder telefonisch unter +49-9131-8529914.
Mein Büro befindet sich in Tennenlohe, Am Weichselgarten 9, 2.
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